Landesentwicklung gelingt dort, wo Netzwerke Wissen bündeln, Menschen verbinden und zwischen öffentlicher Hand, Politik und Gesellschaft vermitteln.
Die sächsischen Netzwerke der Landesentwicklung leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Sie arbeiten themenübergreifend, sind Intermediäre und schaffen Verbindungen zwischen Freistaat und lokaler Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft: Sie vermitteln Fachwissen, fördern Kooperationen und unterstützen die Akteur:innen vor Ort. Dabei wirken sie als Ansprechpartner:innen, welche Themen aus der Praxis aufnehmen, Erfahrungen bündeln und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Landesentwicklung finden.
Am Montag, den 24. August 2026, luden diese Netzwerke in den riesa efau. in Dresden ein, um sächsischen Landtagsabgeordneten ihre Arbeit näherzubringen und in Austausch zu treten.
Nach einführenden Worten von Annette Rothenberger-Temme (Abteilungsleiterin, SMIL Sachsen), betonte Katja Fischer (Geschäftsführende Vorständin, Stiftung Baukultur Thüringen) die wichtige Rolle unabhängiger Akteur:innen in der Stadt- und Regionalentwicklung am Beispiel Thüringen.
Im Anschluss stellten sich die sächsischen Netzwerke der Landesentwicklung vor:
- QuGe – Servicestelle Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit Sachsen🔗
- Inge! – Fachstelle für integrierte Gemeindeentwicklung in Sachsen🔗
- Denkmalnetz Sachsen
- Bauwende Sachsen🔗
- Dezentrale – Netz für gemeinschaftliches Wohnen in Sachsen🔗
Diese fünf Netzwerke arbeiten in unterschiedlichen Handlungsfeldern, verfolgen jedoch ein gemeinsames Ziel: Sie unterstützen Menschen vor Ort dabei, Entwicklung aktiv mitzugestalten. Sie beraten, vernetzen und begleiten Kommunen, Initiativen, Eigentümer:innen sowie engagierte Bürger:innen. Sie bilden Unterstützungsstrukturen und zeigen, wie es gelingen kann, die sächsische Landesentwicklung wirksam zu stärken.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine offene Gesprächsrunde, um den Austausch über Potenziale und Herausforderungen anzuregen. Robert Volkmann, Bürgermeister der Stadt Limbach-Oberfrohna, berichtete als Praxispartner von seiner Zusammenarbeit mit der Fachstelle Inge! und dem Denkmalnetz Sachsen bei der bedarfsgemäßen Revitalisierung der Spinnmühle Wolkenburg für eine gemeinschaftlich orientierte Mischnutzung.
Der Abend hat gezeigt: Die verschieden spezialisierten und kooperierenden Netzwerke entwickeln lösungsorientierte Strategien. Sie bringen Menschen zusammen, um Visionen zu entwickeln und diese Realität werden zu lassen.
Ihre – unsere – Arbeit ist unverzichtbar, denn erst die von uns geleistete Beratung und unsere Sachkenntnis der Akteur:innenlandschaft ermöglichen die Zielgenauigkeit staatlicher Investitionen.
Fotos: DNS, Andreas Hirt und Sophie Thorak