Lichtspielhaus, später Theater der Freundschaft Brand-Erbisdorf

place
Hauptstraße 23, 09618

Nutzungsmöglichkeiten

Gaststätte

Kultur- und Kreativwirtschaft

Designer:innen, Maler:innen und Galerist:innen, Filmemacher:innen, Werber:innen, Radio- und Fernsehproduzent:innen, Grafiker:innen, Software- und Spieleentwickler:innen, Artist:innen, Tänzer:innen und Choreograf:innen, Architekt:innen, Kunsthandwerker:innen, Musiker:innen und Komponist:innen, Redakteur:innen, Schriftsteller:innen, Verleger:innen und Buchhändler:innen…

Sport- und Freizeiteinrichtungen

Touristische Nutzung/Übernachtung

Ursprüngliche Nutzung

Öffentliche Gebäude - Kino

Informationen

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Gebäudezustand

Standsicherheit nicht gegeben

Baulicher Zustand/Bauschäden

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Kategorie

Akut bedrohtes Denkmal

Objekt-Nr.

664

Ort

Hauptstraße 23, 09618 auf Karte anzeigen

Beschreibung

Ehemaliges Kino und Kulturhaus; weitgehend original erhaltener früher Kinobau der DDR mit baugeschichtlicher und stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Baujahr

1946 - 1990

Nutzung

Derzeitige Nutzung

Das Gebäude steht bereits seit mehreren Jahren ungenutzt und verfällt. Das Dach über dem großen Saal- oder Kinobereich ist offenbar erst in den vergangenen Jahren eingestürzt.

Ursprüngliche Nutzung

1953 als „Lichtspieltheater Brand-Erbisdorf“ nach Plänen des Entwurfsbüros für Volksbildung erbaut. Aus dem Erläuterungsbericht zum Bauvorhaben von 1953 soll nachfolgend zitiert werden: „Die Kapazität des Lichtspielhauses beträgt 493 Plätze. Es soll gleichzeitig für Kulturveranstaltungen benutzt werden. Deswegen werden Bühnennebenräume vorgesehen. Ein Schnürboden dagegen muss entfallen, da sonst die verschärften Bestimmungen für Theater angewandt werden müssten. Das Äußere trägt den Charakter eines Kulturhauses. Die hohen Säulen sollen außerdem das Bauwerk seiner Bedeutung nach über die jetzt schon bestehenden, vor allem aber über die geplanten Gebäude der unmittelbaren Umgebung herausheben. [...] Das Gebäude selbst ist ein verputzter Ziegelbau mit Schieferdach. [...] Eingangssäulen und Türrahmungen sowie die Simse an der Vorderfront sind in gelbem Elbsandstein auszuführen. Sockel und Vorstufen bestehen aus muschelkalkartigen Kunststeinplatten. Das Giebelfeld soll als künstlerischen Schmuck ein Flachrelief aus sandsteinartigem Vorsatzbeton erhalten. In der Kassenhalle sind Kunststeinplatten als Fußboden vorgesehen, in den Wandelgängen und im Saal Parkett. Die Wände des Saales sollen mit senkrecht gerillten Stuckbahnen verkleidet, die Decke mit Stuck behandelt werden, dessen Formen die Austrittsöffnungen der Zuluft und die [...] Beleuchtungslampen für das Auge verdecken. [...] Die Fertigstellung des gesamten Hauses dürfte dann am 30. Juni 1954 erfolgen.“ Neben diesem Lichtspieltheater entstanden in Sachsen nach 1945 und in den 1950er Jahren in Großstädten nur vereinzelt neue Kinos. Hier lag der Schwerpunkt vor allem auf dem Wiederaufbau von Kinos. In einigen wenigen Städten, oft Orten die sich als industrielle Zentren entwickelten, wurden im Verlauf der 1950er Jahre Lichtspieltheater neu gebaut. Dabei handelt es sich immer um multifunktionale Kulturbauten, welche auch als Kulturhaus genutzt werden konnten. Zumeist war es aber so, dass Kulturhäuser gebaut wurden, in denen auch die Möglichkeit der Filmvorführung bestand. In der Denkmalliste des Freistaates Sachsen sind mit Brand-Erbisdorf sechs Lichtspieltheater annähernd gleicher Bauzeit verzeichnet. Durch die Seltenheit vergleichbarer Bauten und den sehr guten Originalzustand erlangt der Brand-Erbisdorfer Bau eine große bau- und kulturhistorische Bedeutung. Als einziges Kino der Stadt Brand-Erbisdorf ergibt sich dessen Denkmalwert auch aus der stadtgeschichtlichen Bedeutung. (Quelle: Denkmaldokument des Freistaates Sachsen, Obj.-Dok.-Nr. 09208572)

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